Talentstiftung Henning Tögel

Fortsetzung Bericht aus Mexiko Teil 3

Liebe Leserinnen und Leser,

neben der spannenden Zeit an der Universität habe ich in Mexiko auch sehr viel über das Land, die Leute und die Kultur gelernt. Dementsprechend möchte ich heute gerne über meine Reisen in diesem enorm vielfältigen Land berichten.

Nachdem das Semester Anfang Dezember zu Ende ging, musste ich die Qual der Wahl treffen: Sechs Wochen sind niemals ausreichend um auch nur annähernd ganz Mexiko zu bereisen. Da ich während des Semesters schon einige Orte in der Nähe von Querétaro besucht hatte (Guanajuato, Grutas de Tolantongo, Amealco), entschied ich mich für den Süden des Landes: Quintana Roo, Yucatán und Chiapas.

            

Dort angekommen beeindruckte mich insbesondere die Mischung aus Natur, wunderschönen Städten aus der Kolonialzeit und den Ruinen der Mayas. Das Klima im Süden von Mexiko ist fast schon tropisch, die Landschaft ist geprägt von üppiger Vegetation, die teilweise an einen tropischen Regenwald erinnert. In Yucatán und Quintana Roo habe ich wunderschöne Strände und viele verschiedene Cenoten besucht. Cenoten sind unterirdische Seen, teilweise durch Tunnelsysteme verbunden. Ein Naturspektakel das es sonst nirgends auf der Welt zu sehen gibt.

        

Danach besuchte ich die wunderschöne Kulturhauptstadt Mexikos: Mérida. Zum Stadtjubiläum gab es unzählige Installationen von lokalen und internationalen Künstlern zu bestaunen – alles im Kontext des sehr gut erhaltenen historischen Zentrums aus der Kolonialzeit.

         

Im Anschluss ging es weiter in den Dschungel bei Palenque. Mitten im Urwald konnte ich hier gewaltige Ruinen der Mayas bestaunen, ein wahrlich einprägsames Erlebnis. Einige der Tempel sind restauriert und für Besucher zugänglich, der Großteil liegt jedoch unter der Erde und wird erst nach und nach von Archäologen freigelegt. Neben den Ruinen gibt es bei Palenque noch viele weitere Naturspektakel zu bestaunen, die alleine für sich schon eine Reise wert sind. Dazu zählen die Wasserfälle „Roberto Barrios“, „Agua Azul“ und „Misol-ha“: Mit ihrem spektakulär blauen Wasser laden sie zum Schwimmen, Klettern und Staunen ein.

           

Zum Abschluss der Reise ging es noch ins Gebirge in das historische Städtchen San Cristóbal. Hier lebt der größte Teil der indigenen Bevölkerung Mexikos in kleinen Bergdörfern. Eines davon ist Chamula. Besonders erwähnenswert an Chamula ist eine kleine Kirche in der die Einwohner gleichermaßen den alten Naturgöttern wie auch christlichen Heiligen gedenken.

Nun bin ich nach einer sehr eindrucksvollen Reise in Mexiko City angekommen, hier werde ich ab nächster Woche ein Praktikum beginnen. Ich freue mich schon sehr darauf, Mexiko von einer nochmals ganz anderen Seite zu erleben und neben den Studienerfahrungen auch den Arbeitsalltag kennenzulernen. Davon werde ich im nächsten Blogeintrag berichten.

Bis dahin alles Gute

Alexander van Woudenberg